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    cloth, dustjacket, 8vo ix+705 pp. 17 essays by various authors; LIKE NEW condition.

  • Idioma: Alemán

    Editorial: Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2006

    3830022255 / 9783830022251

    • Tapa blanda
    • Primera edición

    Librería: Verlag Dr. Kovac GmbH, Hamburg, AlemaniaVerlag Dr. Kovac GmbH

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    Softcover. Condición: neu. 1. Auflage. Schriften zur Mediävistik, Band 7 426 pages. Knapp 400 Jahre lang war die Aufteilung des Reiches unter den Sà hnen eines verstorbenen Herrschers fester Bestandteil der fränkischen Herrschaftspraxis. Trotzdem hat sich zumal die deutsche Mediävistik mit dieser vermeintlich so kontraproduktiven und rückständigen Praxis bislang vorwiegend unter dem Aspekt ihrer Ãberwindung beschäftigt. Wenig Beachtung fand dagegen ihre Verankerung in der Vorstellungswelt des frühmittelalterlichen Menschen. Dabei erlauben die Annalen und Chroniken der karolingischen Blütezeit von 750-830 hier vielfältige Einblicke. Denn die Geschichtsschreibung jener Epoche lässt sich weder pauschal als bloÃe Hof-Historiographie, noch als Produkt weltferner Mà nche charakterisieren. Vielmehr kà nnen wir hier die vielfältige "Stimme der Elite" vernehmen, also jener Personengruppen, die den karolingischen Aufstieg und die Adaption der merowingischen Teilungspraxis durch die neue Dynastie aufmerksam begleiteten. Zugleich bietet die Arbeit eine ausführliche quellenkundliche Zusammenfassung und Aktualisierung des Forschungsstands, der z.T. seit 50 und mehr Jahren nicht mehr überprüft worden ist. Als wertvolle Ergänzung der historiographischen Quellen - die naturgemäà lediglich die Herrschaftspraxis kommentieren kà nnen - dienen die erhaltenen Teilungsordnungen von 806, 817 und 831. In ihnen legten Karl der GroÃe und Ludwig der Fromme jeweils unter Einbindung der GroÃen des Reiches fest, wie dereinst geteilt werden sollte und auf welchen Gebieten die entstehenden Teilreiche zu kooperieren hatten. Auf dieser Basis ist ein wertvoller Abgleich der Vorstellungen in Herrscherfamilie und Herrschaftsverband mà glich. Darüber hinaus enthalten die Teilungsordnungen aufschlussreiche Normsetzungen für die verschiedensten Eventualfälle. Manch scheinbar willkürliche Entscheidung beim Tod eines karolingischen Herrschers erscheint so in neuem Licht. Insgesamt zeigt sich bei allen Unterschieden im Detail eine bemerkenswerte Konstante: die Aufteilung des Reiches unter sämtlichen legitimen Sà hnen des Herrschers wurde von allen Beteiligten durchgängig als selbstverständliche Norm bejaht. Aus modernen Vorstellungen gespeiste Bedenken, eine Teilung des Reiches gefährde dessen Bestand, führe unweigerlich zum Streit unter den Erben und kà nne sogar den Zusammenbruch jeder staatlichen Ordnung nach sich ziehen, waren den Zeitgenossen fremd. In ihrem Verständnis existierte das eine Reich der Franken auch in Teilung weiter. Umgekehrt führte oftmals gerade die Verweigerung einer gerechten Teilung zu schwerwiegenden Konflikten. Weit davon entfernt, destabilisierend zu wirken, stellten Reichsteilungen, richtig gehandhabt, somit ein bewährtes und allseits akzeptiertes Mittel zur Vermeidung und Beilegung von Konflikten dar.…