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    Zelloidinpapierkopie. 23,5 x 17,5 cm. Rückseitig von alter Hand bezeichnet. In seiner Zeit berühmter und bedeutender Charakterkomiker. Spielte am Deutschen Theater Berlin, in Salzburg, Hannover und dann seit 1912 am Stuttgarter Hoftheater, wo er auch Spielleiter wurde. Nach der Machtergreifung wurde er aber dort 1935 als Jude entlassen. Marx war in seiner Zeit ein berühmter und bedeutender Charakterkomiker, der zunächst nur in Sprechrollen, dann aber zunehmend auch als Operettensänger auftrat. Er spielte zunächst in Wien, dann in Sarajevo, Olmütz und Salzburg, wo er sich mit Max Reinhardt anfreundete. 1894/95 war er am Deutschen Theater Berlin und nach weiteren kürzeren Stationen arbeitete er ab 1912 21 Jahre lang für das Stuttgarter Hoftheater, wo er auch Spielleiter wurde, aber später nur noch in Sprechrollen auftrat. Obwohl zum Staatsschauspieler ernannt, wurde er in Stuttgart nach der Machtergreifung 1933 als Jude entlassen. Er war dann noch einige Zeit in Wien tätig. Sehr früh schon sprach er sich einem Artikel in der Fachzeitschrift "Die deutsche Bühne" (Jahrgang 4, Nr. 7) "Wir Schauspieler und der Kientopp" 1912 entschieden gegen das gerade entstehende Phänomen des Kinos und Films aus: "Erstens wird alles, was die deutsche Schauspielkunst in den letzten Jahrzehnten mühsam erreichte, im Kientopp in einer Stunde illusorisch gemacht. Ibsen scheint umsonst gelebt zu haben - Hauptmann und sein Apostel Brahm - wozu sind die überhaupt noch da? (etc.)" und meint zum Film "Die längst begrabene Zeit der Raubritterkomödie und der schauerlichsten Kunigundentragödien beschwört er wieder herauf, denn er kennt sein Publikum. Je weniger schauerlicher, desto bedauerlicher! Ein Publikum, das für 30 Pfennige pro Stunde zehn Tote, zwanzig Gehenkte, dreißig lebendig Begrabene, ferner drei zertrümmerte Autos und etliche Zugentgleisungen (selbstverständlich auch mit den dazugehörigen Toten!) sehen kann, denkt nicht im Traume daran sich von Ibsen oder Hauptmann in seinem Vergnügen stören zu lassen. Von Schiller und Goethe ganz zu schweigen." und resümiert "dass der Kientopp für den Schauspieler als solchen die schwersten Gefahren birgt (etc.)". Sprache: de.

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    Postkartenformate (postalisch nicht verwendet). Jeweils im Unterrand Blindstempel des Ateliers und des Entstehungsjahres sowie einkopierte Rollenbezeichnung (diese teils auch seitlich oder oben). Sehr gut erhalten (an den Rändern teils leichte Aussilberungen). Nhil als Marquis v. Priola, Wallenstein, Martin Luther, Uriel Acosta (2), Steffy Girard, in "Salome" und zusammen mit einem unidentifizierten Kollegen in "Alt-Heidelberg". Nhil debütierte 1889 in Eßlingen am Neckar, spielte dann in Meiningen, Heidelberg, Chemnitz, Kiel, Oldenburg und Dresden, am Thalia-Theater Hamburg und am Deutschen Volkstheater in Wien, bevor er 1900 Mitbegründer des Hamburger Schauspielhauses wurde, dem er dann bis zu seiner Pensionierung 1935 angehörte. Der vielfach ausgezeichnete und gefeierte Charakterdarsteller war in seiner Zeit einer bekanntesten und beliebtesten Darsteller der Hamburger Theaterszene. Zu seinem 80. Geburtstag würdigte ihn das Deutsche Bühnenjahrbuch: "der volkstümlichste, vielleicht der letzte große klassische Schauspieler, der in Hamburg wirkte". Er war auch als Schauspiellehrer tätig, zu seinen Schülern zählte u.a. Elisabeth Flickenschildt. Der aus Ungarn stammende Photograph und Apotheker Arnold Mocsigay (Lebensdaten nicht ermittelt), leitete in Budapest eine Apotheke, bevor er bei Ludwig Angerer das Photographen-Handwerk erlernte. Als er nach Hamburg kam wurde er zunächst bis 1897 Leiter des Ateliers von Emilie Bieber, bevor er dort sein eigenes Studio eröffnete. Sprache: 1.

  • Imagen del vendedor de 2 Portraits des Schauspielers. Orig.-Photos eines unbekannten, wahrscheinlich Stuttgarter Photographen. a la venta por Antiquariat Les-art

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    Zelloidinpapierkopien. 23,5 x 17,5 bzw. 21 x 14 cm. Das kleinere Photo rückseitig von alter Hand bezeichnet und mit Spuren von ehemaliger Montage. Marx war in seiner Zeit ein berühmter und bedeutender Charakterkomiker, der zunächst nur in Sprechrollen, dann aber zunehmend auch als Operettensänger auftrat. Er spielte zunächst in Wien, dann in Sarajevo, Olmütz und Salzburg, wo er sich mit Max Reinhardt anfreundete. 1894/95 war er am Deutschen Theater Berlin und nach weiteren kürzeren Stationen arbeitete er ab 1912 21 Jahre lang für das Stuttgarter Hoftheater, wo er auch Spielleiter wurde, aber später nur noch in Sprechrollen auftrat. Obwohl zum Staatsschauspieler ernannt, wurde er in Stuttgart nach der Machtergreifung 1933 als Jude entlassen. Er war dann noch einige Zeit in Wien tätig. Sehr früh schon sprach er sich einem Artikel in der Fachzeitschrift "Die deutsche Bühne" (Jahrgang 4, Nr. 7) "Wir Schauspieler und der Kientopp" 1912 entschieden gegen das gerade entstehende Phänomen des Kinos und Films aus: "Erstens wird alles, was die deutsche Schauspielkunst in den letzten Jahrzehnten mühsam erreichte, im Kientopp in einer Stunde illusorisch gemacht. Ibsen scheint umsonst gelebt zu haben - Hauptmann und sein Apostel Brahm - wozu sind die überhaupt noch da? (etc.) und meint zum Film "Die längst begrabene Zeit der Raubritterkomödie und der schauerlichsten Kunigundentragödien beschwört er wieder herauf, denn er kennt sein Publikum. Je weniger schauerlicher, desto bedauerlicher! Ein Publikum, das für 30 Pfennige pro Stunde zehn Tote, zwanzig Gehenkte, dreißig lebendig Begrabene, ferner drei zertrümmerte Autos und etliche Zugentgleisungen (selbstverständlich auch mit den dazugehörigen Toten!) sehen kann, denkt nicht im Traume daran sich von Ibsen oder Hauptmann in seinem Vergnügen stören zu lassen. Von Schiller und Goethe ganz zu schweigen." und resümiert "dass der Kientopp für den Schauspieler als solchen die schwersten Gefahren birgt (etc.)". Sprache: de.