Die Variation der Tradition: Modalitäten der Ritualadaption im Alten Ägypten. Akten des Internationalen Symposions vom 25.-28. November 2012 in Heidelberg: 240 (Orientalia Lovaniensia Analecta) - Tapa dura

 
9789042931893: Die Variation der Tradition: Modalitäten der Ritualadaption im Alten Ägypten. Akten des Internationalen Symposions vom 25.-28. November 2012 in Heidelberg: 240 (Orientalia Lovaniensia Analecta)

Sinopsis

Rituale gelten als zutiefst traditionell. Sie bewahren gesellschaftliche Strukturen, Mythen und überkommene Handlungsmuster oft auch dann noch, wenn deren ursprünglicher Sinn schon längst abhanden gekommen ist. Gerade in Ägypten, wo mythenbezogene Ritualsprüche über Jahrtausende überliefert wurden, ist dies nur allzu greifbar. Gleichzeitig ist aber auch bekannt, daß Rituale erfahrungsgesättigte, performative und kommunikative Ereignisse darstellen, die stetig verändert und an sich wandelnde Kontextfaktoren angepaßt werden. Dies spiegelt sich nicht nur im Umgang mit den Ritualpräskripten und im Rahmen ihrer redaktionellen Bearbeitung in der Antike, sondern auch im archäologischen Befund wider. Insbesondere in den Nekropolen zeugen die jeweilige Anlage der Gräber, ihr Dekorationsprogramm sowie eine Vielzahl von materiellen Hinterlassenschaften, die in direktem Zusammenhang mit dem Kultvollzug vor Ort standen, von der Adaption und Modifikation althergebrachter Rituale. Die Beiträge der Heidelberger Tagungsakten suchen diesen besonderen Umständen Rechnung zu tragen und untersuchen den Umgang der Alten Ägypter mit ihren Ritualen dezidiert unter dem Gesichtspunkt der Veränderung. Dabei greifen die philologische und die archäologische Fachexpertise ineinander.

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Reseña del editor

English summary: Rituals are regarded as deeply traditional. They enshrine social structures, myths, and traditional patterns of behavior, and this is true even in those cases where a rituals original meaning has been long forgotten. Even in Egypt, where myth-bound ritual languages had been handed down for millennia, this inherited nature of rituals is all too tangible. At the same time, it is also well known, that long-standing rituals, representing performative and communicative events, were changed incrementally and reoriented according to shifting contextual factors. These changes are reflected not only in the space of the editorial redactions of ritual texts and prologues but are indicated by the archaeological record as well. Especially in the necropolises, the funerary equipment of the graves provide evidence, through their decoration programs as well as in the variety of material remains, of the immediate context of cult practices, of the adaptation and modification of traditional rituals. The proceedings of the Heidelberg conference seek to take into account these special circumstances and investigate the relationship between the ancient Egyptians and their ritual firmly within the point of view of change. In these essays, expertise from the fields philology and archaeology are intertwined. German description: Rituale gelten als zutiefst traditionell. Sie bewahren gesellschaftliche Strukturen, Mythen und uberkommene Handlungsmuster oft auch dann noch, wenn deren ursprunglicher Sinn schon langst abhanden gekommen ist. Gerade in Agypten, wo mythenbezogene Ritualspruche uber Jahrtausende uberliefert wurden, ist dies nur allzu greifbar. Gleichzeitig ist aber auch bekannt, dass Rituale erfahrungsgesattite, performative und kommunikative Ereignisse darstellen, die stetig verandert und an sich wandelnde Kontextfaktoren angepasst werden. Dies spiegelt sich nicht nur im Umgang mit den Ritualpraskripten und im Rahmen ihrer redaktionellen Bearbeitung in der Antike, sondern auch im archaologischen Befund wider. Insbesondere in den Nekropolen zeugen die jeweilige Anlage der Graber, ihr Dekorationsprogramm sowie eine Vielzahl von materiellen Hinterlassenschaften, die in direktem Zusammenhang mit dem Kultvollzug vor Ort standen, von der Adaption und Modifikation althergebrachter Rituale; Die Beitrage der Heidelberger Tagungsakten suchen diesen besonderen Umstanden Rechnung zu tragen und untersuchen den Umgang der Alten Agypter mit ihren Ritualen dezidiert unter dem Gesichtspunkt der Veranderung. Dabei greifen die philologische und die archaologische Fachexpertise ineinander.

Reseña del editor

Rituale gelten als zutiefst traditionell. Sie bewahren gesellschaftliche Strukturen, Mythen und uberkommene Handlungsmuster oft auch dann noch, wenn deren ursprunglicher Sinn schon langst abhanden gekommen ist. Gerade in Agypten, wo mythenbezogene Ritualspruche uber Jahrtausende uberliefert wurden, ist dies nur allzu greifbar. Gleichzeitig ist aber auch bekannt, dass Rituale erfahrungsgesattite, performative und kommunikative Ereignisse darstellen, die stetig verandert und an sich wandelnde Kontextfaktoren angepasst werden. Dies spiegelt sich nicht nur im Umgang mit den Ritualpraskripten und im Rahmen ihrer redaktionellen Bearbeitung in der Antike, sondern auch im archaologischen Befund wider. Insbesondere in den Nekropolen zeugen die jeweilige Anlage der Graber, ihr Dekorationsprogramm sowie eine Vielzahl von materiellen Hinterlassenschaften, die in direktem Zusammenhang mit dem Kultvollzug vor Ort standen, von der Adaption und Modifikation althergebrachter Rituale; Die Beitrage der Heidelberger Tagungsakten suchen diesen besonderen Umstanden Rechnung zu tragen und untersuchen den Umgang der Alten Agypter mit ihren Ritualen dezidiert unter dem Gesichtspunkt der Veranderung. Dabei greifen die philologische und die archaologische Fachexpertise ineinander.

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