Librería: Anthology Booksellers, Portland, OR, Estados Unidos de America
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Añadir al carritoCloth. Condición: Fine. Estado de la sobrecubierta: Good. 5. Auflage. 4to, 122 pp., b/w photos throughout. Brief text and captions in German. Page edges just a bit tanned. Jacket sunned, edgeworn, with chipping at head and heel of spine and folds, laminate lifting in places. In plain card slipcase.
Librería: Antiquariat Liberarius - Frank Wechsler, Hagenow, Alemania
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Añadir al carrito4. Aufl. 122 S Fotobildband. ; Inhalt: In diesem Buch sind Bilder des alten, des zerstörten und des wiederaufgebauten Köln in folgender Reihenfolge gegenübergestellt: Das Bild der Stadt: Köln aus der Luft, Der Dom aus der Luft, Das Rheinpanorama, Blick nach Deutz, Das Rathausviertel, Die Hohe Straße, Vor dem Dom, Um Groß-St.-Martin, Rheinkulisse, Die Uferstraße, Die Bauwerke: Deutzer Brücke, Mülheimer Brücke, Severinsbrücke, Nord-Süd-Fahrt, Hauptbahnhof, Gürzenich, Opernhaus, Schauspielhaus, Wallraf-Richartz-Museum, Erzbischöfliches Palais, Regierungsgebäude, Industrie- und Handelskammer, Vater-Rhein-Brunnen, Königin-Augusta-Passage, Cafe Bauer, Jugendstilhaus, Haus eines Dichters, Ewige Lampe / St. Andreas, St. Alban, St. Kolumba, Elendskirche /, St. Johann-Baptist, St. Mauritius, Antoniterkirche, St. Heribert, Haus der Rheinischen Heimat, Landeshaus, Straßen und Plätze: Hohe Straße, Salomonsgasse, Laurenzgittergäßchen, Laurenzplatz, Brückenstraße, Wallrafplatz, An der Rechtschule, Breite Straße, Glockengasse, Am Hof, Alter Markt, Mühlengasse, Buttermarkt/ Fischmarkt, Am Bollwerk, Heumarkt, Bolzengasse, Augustinerplatz, Cäcilienstraße, Schildergasse, Neumarkt, Zeppelinstraße, Thieboldsgasse, Sternengasse, Griechenmarkt, Mauritiussteinweg, Schaafenstraße, Hahnenstraße, Rudolfplatz, Habsburgerring, Hohenzollernring, Barbarossaplatz, Luxemburger Straße, Hohenstaufenring, Ulrepforte, Blaubach / Rothgerberbach, Waidmarkt, Hohe Pforte, Severinstraße, Mühlenbach, Filzengraben, Auf Rheinberg, Am Leystapel, Kaiser-Friedrich-Ufer, Eigelstein, An den Dominikanern, Maria-Ablaß-Platz, Gereonstraße, Blick über die Stadt. ; "Köln lebt. Das ist nicht selbstverständlich nach dieser Kriegszerstörung. Es ist müßig, den Grad der Vernichtung zu errechnen, ob es die meist, die zweit- oder drittmeist zerstörte Stadt Deutschlands war: Köln war äußerlich tot. Es könnte eigentlich nicht mehr existieren. Aber es lebt. Welcherart indes der innere Lebensfunke war, ob es einfach der ungetrof-fene Rest Kreatur war, der nach einem Naturgesetz weiternistete, oder ob es die vielbeschworene kölnische Mentalität war, die tief unter den Bombentrichtern in ihrem Stammboden saß - es ist eine ungeklärte Frage. Allein: daß der »gesunde Menschenverstand«, wäre es nur auf ihn angekommen, das Brachfeld aufgegeben oder »anderweitig genutzt« und damit die Geschichte des alten Köln abgeschlossen hätte, ist wohl sicher. Es haben also tieferliegende Kräfte mitgewirkt, Köln am Leben zu erhalten. Dies im übertragenen und im direkten Sinne: denn die Grundriß-Struktur der alten Stadt in Straßen- und Parzellenverläufen, in Kanal- und Versorgungsleitungen unter dem Trümmerschutt war sinnträchtig der praktische Zwang, sich in den Lebenszügen von damals zu orientieren und zu regenerieren. Die Idee eines jungfräulichen Neubeginns auf dem Reißbrett ist hypothetisch, hatte im ärmlichen Nachkriegsdeutschland weder die rechnende Liebe der Pragmatiker, noch die heiße Liebe der Nachlaßtreuen. Ein Trümmerhaufen von kölnischen Ausmaßen in jenen Zeitläuften konnte nur ameisenhaft von innen und im Verlauf des alten Adernetzes abgebaut werden. Nicht einmal, ihn nach einem ordentlichen Plan als makabre Mahnstätte unbelebt liegenzulassen, wäre in jenen Tagen des Chaos möglich gewesen. Das Leben war zur Wucherung degradiert. Aber in Köln gab es Leitlinien einer zweitausend Jahre alten Stadtkultur - man konnte sie freischaufeln. Das war kein bequemer, sentimentaler, provinzieller Rückgriff und Ausweg auf ausgebuddelte Tradition; das war in jenen haltlosen Zeiten geistig wie materiell die Besinnung auf die festen Fundamente eines bewährten, qualifizierten Niveaus. Und es war gleichzeitig Ansatz für den praktischen Voran- und Fortschritt in die neue Zeit. Die Neunmalklugen, die hinterher mit der Elle messen, wo Erreichtes fehlerhaft ist, sollten bedenken, daß das Falsche menschlich-allzu-menschlich nur möglich wurde, weil etwas getan worden und etwas erreicht ist. Daß Köln lebt, ist gar nicht so selbstverständlich, wie es heute scheint. Gleichwohl ist Köln im ganzen gut gefahren, als es sich aus Not und Herzensengagement auf seine ursprüngliche Ordnung bezog, denn die war durch zwei Jahrtausende kein Produkt des Zufalls, sondern prägnanter, beispielhafter Ausdruck eines Stadtcharakters, sozusagen ein Idealschema der Urbanität, in römischen, fränkischen und reichsstädtischen Epochen dauerhaft geprägt. (Das stellen auch die neuzeitlichen Verkehrserfordernisse nicht in Frage; mit stadtbewußter Klugheit ist ihnen im alten Kölner Grundriß beizukommen. Alles ist nur eine Frage der Einpassung des Verkehrs statt der Auslieferung an den Verkehr.) So wuchsen aus dem freigelegten Grundschema die alten Bildkonturen der entscheidenden Stadtpartien, am Strom, am Dom, am Rathaus, auf der Hohe Straße und in den Vierteln, wie von selbst hervor - gültige, unverbesserbare Zeugnisse einer ausgereiften, würdig-heiteren Stadtphysiognomie. Kein Neuerer schafft ihresgleichen, und nichts ist ihr ebenbürtig weitum. Aus der Not, Trümmer zu behausen, wuchs also die Tugend, den Stadttypus zu erhalten: den Jüngeren und Neubürgern kaum erkennbar, denn die Details zum alten Duktus sind neuartig; den Älteren verwirrend, weil die Kulissen ausgewechselt sind. Die weithin zerstörten Oberbauten waren ja in den alten Gemäuern nicht wiederaufzurichten, sie mußten auf dem überkommenen Planum neuerstellt werden, unter Wandlungen und Zäsuren. Vieles ist dabei vergangen, vieles bis zur Unkenntlichkeit verändert. Den Wandel der Zeit und der Stile in das traditionelle Gefüge harmonisch ein-zufangen, ist manchmal gelungen, manchmal nicht gelungen. Der Vergleich der Bilder in diesem Buche wird zum Urteil führen. Meins lautet: Köln, eine neue Stadt mit altem Geist - eine alte Stadt mit neuem Geist! Das ist nicht salomonisch, sondern eindeutig obsiegend für den Aufbauprozeß der Stadt Köln; denn sie durfte nicht »entweder-oder« werden, sondern nur »sowohl-als-auch«, alt und neu. Das schließt partielle Kritik keinesweg.