Denkschrift über die an dem Papste und der katholischen Kirche durch die Occupation Rom's vollbrachte Gewaltthat. Verfaßt im Auftrage der Katholiken-Versammlung in Fulda vom 12. October 1870.

Editorial: Mainz, Verlag von Franz Kirchheim 1871 -, 1871

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Gr.-8°. 56 SS. Schriftsatz in 7-Punkt Fraktur. OBrosch. (mauve; etwas bestossen/knittrig, Rücken erg.). Ev. Titelausgabe. Seiten unbeschnitten. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft sauberes, recht gutes Exemplar - - Erstmals ohne Druckvermerk 1870 od. 1871; die entspr. Einträge im KVK lassen keine eindeutigen Schlüsse über die Ausgabenfolge zu - Ausgabe ohne Impressum digitalis. in BVB/BSB - swissbib mit 2 Standorten f. Mainz 1871 - Aufschlussreiches Zeitdokument zur Entstehung und Entwicklung des deutschen politischen Katholizismus - Im Kontext des italienischen Risorgimento und unter Bedingungen, die auch vom Verlauf des Deutsch-Französischen Krieges mit beeinflusst waren, hatten italienische Truppen im September 1870 den Kirchenstaat mit der Stadt Rom eingenommen, was auch zum Abbruch des Ersten Vatikanischen Konzils (Vaticanum I) führte. Zumindest territorialpolitisch wurde die sog. 'Römische Frage' so zugunsten des Königreichs Italien entschieden; der Papst verlor bis auf den Vatikanstaat den grössten Teil seines bisherigen Staatsgebietes. Man sprach vom 'Verlust der weltlichen Herrschaft' (vgl. u.a. Kinder/Hilgemann, Atlas zur Weltgeschichte, 2, 2. Aufl. 1982, p. 73). - In der katholischen Welt, vorab den an Rom orientierten (ultramontanen) Teilen, sorgten diese Ereignisse für Betroffenheit, Schmerz, Empörung, Wut, Ohnmachtsgefühle und Trauer - von den weiteren Verwerfungen und Turbulenzen durch die Konzilsbeschlüsse zu den umstrittenen Dogmen ganz zu schweigen. - Schon am 30. August 1870 hatten sich auf einer Bischofskonferenz zu Fulda "die meisten deutschen Bischöfe dem [Unfehlbarkeits-] Dogma" unterworfen" (Rössler/Franz, Handwörterbuch, 1958, p. 1321). Als politische Konsequenz aus den entstehenden Spannungen und Dissonanzen bildete sich in den Jahren 1869/71 die katholisch ausgerichtete Deutsche Zentrumspartei. "Während des Kulturkampfes zunächst in die Opposition gedrängt, nahm das Zentrum nach 1890 zunehmend eine mitregierende Position ein." (Hist. Lex. Bayerns, online). - "Man hatte jetzt eine ausgesprochen kirchliche oder religiöse Partei, 'das Centrum'. Als dann das italienische Heer [.] Rom besetzte, mahnte die Fuldaer Katholikenversammlung am 12. October 'die Regierungen Europas, welche die Souveränität des heiligen Stuhles in feierlichen Verträgen anerkannt haben', an ihre Pflicht, 'das Recht zu schützen'. 'Wenn sie diese Pflicht nicht kennen', so sagte man, 'ist es die Aufgabe ihrer katholischen Unterthanen, sie ihnen ins Gedächtniß zu rufen'. Die Partei fing an, gerade mit derartigen Mahnungen und mit Bitten, die selbst an die Person des Monarchen direct oder indirect sich richteten, der Regierung sofort unbequem zu werden. Sie trat, in der Stärke von über fünfzig Abgeordneten im Herbste 1870 in den preußischen Landtag ein und erschien noch bedenklicher, als man bei den Reichstagswahlen im Frühjahr die Wucht der Waffe kennen lernte, welche das allgemeine und gleiche Stimmrecht einem wohldisciplinierten Klerus liefern kann." (etc.; C. L. v. Bar, Staat und katholische Kirche in Preußen, 1883, p. 21). - Sprache: de.…

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Detalles bibliográficos

Título
Denkschrift über die an dem Papste und der katholischen Kirche durch die Occupation Rom's vollbrachte Gewaltthat. Verfaßt im Auftrage der Katholiken-Versammlung in Fulda vom 12. October 1870.
Autor
Anonymus.
Editorial
Mainz, Verlag von Franz Kirchheim 1871 -
Año de publicación
1871
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