Hans Holt konnte sich noch gut an das Sterben seiner Mutter erinnern. Sie hatte eine, in friedlichen Zeiten kaum beachtete Verletzung, eine leichte Kriegsverletzung, die wegen fehlender medizinischer Behandlung zur damaligen Zeit, im Laufe der Jahre bösartig wurde. Sie starb zehn Jahre später an Krebs. Holt hatte ihr Leiden mitbekommen, wie sie gegen die unerträglichen Schmerzen und die schweren körperlichen Behinderungen durch einen künstlichen Darmaustritt ankämpfte. Eines stand für ihn schon damals fest, obwohl er noch ein Kind war, so wollte er niemals leben bzw. qualvoll sterben. Alleine schon beim Wort Krebs erschauerte er und die Furcht vor dieser Krankheit überfiel ihn und das, fast sechzig Jahre später. Dann wollte das Schicksal es so, er erlebte diese Geißel der Menschheit am eigenen Körper.
Schon zwei Jahre vor der Diagnose verdrängte er seine Furcht vor Krebs und zwang sich zu glauben, er müsse mit einer chronischen Blasenentzündung leben. Fasst zehn Jahre hatte er mit Pauline, seiner Lebensgefährtin, in Panama gelebt und durch eine Kleinigkeit, ein Ärgernis mit ihrer Vermieterin, hatten sie das Land wütend verlassen. Dieser übereilte Schritt rettete jedoch Holts Leben. In Panama war er nicht mehr krankenversichert, in Spanien hatte er eine, die später die hohen Kosten seiner medizinischen Behandlung übernahm. In Panama wäre wahrscheinlich gestorben.
Mit widerstrebenden Gefühlen geht er seinen Weg in eine ungewisse Zukunft, über die Chemotherapie, den vorbereitenden Behandlungen und Maßnahmen bis hin zur Operation. Bereits im Vorfeld werden ihm die Veränderungen in seinem weiteren Leben vertraut gemacht.
Dann erfolgt die Operation, die er anfänglich gut übersteht, wie er noch glaubt. Auch Pauline ist froh. Dann erfolgen unsagbare Schmerzen und Holt nimmt die Umgebung nur noch schemenhaft wahr. Dann sind seine letzten Wahrnehmungen nur noch Stille und Finsternis.
Pauline bekommt Alles mit, Holt nichts. Nach der Operation ist bei Holt eine frische Wundnaht geplatzt und durch die eintretende Vergiftung ist sein Leben bedroht. Er wird in ein künstliches Koma versetzt und die Ärzte kämpfen um sein Leben. Vier weitere Operationen und den Anschluss an eine Dialyse wegen Nierenversagens muss der im Koma liegende Mann überstehen. Die künstliche Beatmung beeinträchtigt seine Lungenfunktion und die Luftröhre. Pauline muss einen Luftröhrenschnitt bewilligen und einige Ärzte fragen nach, ob Holt eine Patientenverfügung habe. Holt steht mit einem Bein bereits im Grab, nur Pepe der Chefarzt will seinen todkranken Patienten nicht aufgeben.
Nach zehn Wochen Bangen um das Leben ihres Gefährten stabilisiert sich dessen Zustand. Er wird auf eine normale Station verlegt, auf der er nach und nach zu sich kommt.
Das Erwachen für Holt ist schrecklich. Geplagt von Wahnvorstellungen eines maltrierten Gehirns, kommt Stück für Stück die Erinnerung zurück. Zwischendurch glaubt er wieder in der Vergangenheit zu sein. Dann erkennt er Pauline und glaubt zeitweise in einer Wahnwelt zu leben. Pauline befürchtet, dass Holt mit Gemüse im Kopf, entlassen werden könnte. Pepe zerstreut ihre Befürchtungen.
Der Weg zur teilweisen Wiederherstellung aller Körperfunktionen ist lang, sehr lang. Er führt über viele Stationen, wie der Rehabilitationsklinik, Nachuntersuchungen und einem eisernen Willen, nicht den Rest der Tage als Invalide, in einem Rollstuhl zu verbringen. Holt muss diesen Weg ganz alleine gehen, aber er wird körperlich und moralisch gestützt von seiner Pauli.
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Paperback. Condición: new. Paperback. Hans Holt konnte sich noch gut an das Sterben seiner Mutter erinnern. Sie hatte eine, in friedlichen Zeiten kaum beachtete Verletzung, eine leichte Kriegsverletzung, die wegen fehlender medizinischer Behandlung zur damaligen Zeit, im Laufe der Jahre boesartig wurde. Sie starb zehn Jahre spaeter an Krebs. Holt hatte ihr Leiden mitbekommen, wie sie gegen die unertraeglichen Schmerzen und die schweren koerperlichen Behinderungen durch einen kuenstlichen Darmaustritt ankaempfte. Eines stand fuer ihn schon damals fest, obwohl er noch ein Kind war, so wollte er niemals leben bzw. qualvoll sterben. Alleine schon beim Wort Krebs erschauerte er und die Furcht vor dieser Krankheit ueberfiel ihn und das, fast sechzig Jahre spaeter. Dann wollte das Schicksal es so, er erlebte diese Geissel der Menschheit am eigenen Koerper.Schon zwei Jahre vor der Diagnose verdraengte er seine Furcht vor Krebs und zwang sich zu glauben, er muesse mit einer chronischen Blasenentzuendung leben. Fasst zehn Jahre hatte er mit Pauline, seiner Lebensgefaehrtin, in Panama gelebt und durch eine Kleinigkeit, ein AErgernis mit ihrer Vermieterin, hatten sie das Land wuetend verlassen. Dieser uebereilte Schritt rettete jedoch Holts Leben. In Panama war er nicht mehr krankenversichert, in Spanien hatte er eine, die spaeter die hohen Kosten seiner medizinischen Behandlung uebernahm. In Panama waere wahrscheinlich gestorben.Mit widerstrebenden Gefuehlen geht er seinen Weg in eine ungewisse Zukunft, ueber die Chemotherapie, den vorbereitenden Behandlungen und Massnahmen bis hin zur Operation. Bereits im Vorfeld werden ihm die Veraenderungen in seinem weiteren Leben vertraut gemacht.Dann erfolgt die Operation, die er anfaenglich gut uebersteht, wie er noch glaubt. Auch Pauline ist froh. Dann erfolgen unsagbare Schmerzen und Holt nimmt die Umgebung nur noch schemenhaft wahr. Dann sind seine letzten Wahrnehmungen nur noch Stille und Finsternis.Pauline bekommt Alles mit, Holt nichts. Nach der Operation ist bei Holt eine frische Wundnaht geplatzt und durch die eintretende Vergiftung ist sein Leben bedroht. Er wird in ein kuenstliches Koma versetzt und die AErzte kaempfen um sein Leben. Vier weitere Operationen und den Anschluss an eine Dialyse wegen Nierenversagens muss der im Koma liegende Mann ueberstehen. Die kuenstliche Beatmung beeintraechtigt seine Lungenfunktion und die Luftroehre. Pauline muss einen Luftroehrenschnitt bewilligen und einige AErzte fragen nach, ob Holt eine Patientenverfuegung habe. Holt steht mit einem Bein bereits im Grab, nur Pepe der Chefarzt will seinen todkranken Patienten nicht aufgeben.Nach zehn Wochen Bangen um das Leben ihres Gefaehrten stabilisiert sich dessen Zustand. Er wird auf eine normale Station verlegt, auf der er nach und nach zu sich kommt.Das Erwachen fuer Holt ist schrecklich. Geplagt von Wahnvorstellungen eines maltrierten Gehirns, kommt Stueck fuer Stueck die Erinnerung zurueck. Zwischendurch glaubt er wieder in der Vergangenheit zu sein. Dann erkennt er Pauline und glaubt zeitweise in einer Wahnwelt zu leben. Pauline befuerchtet, dass Holt mit Gemuese im Kopf, entlassen werden koennte. Pepe zerstreut ihre Befuerchtungen.Der Weg zur teilweisen Wiederherstellung aller Koerperfunktionen ist lang, sehr lang. Er fuehrt ueber viele Stationen, wie der Rehabilitationsklinik, Nachuntersuchungen und einem eisernen Willen, nicht den Rest der Tage als Invalide, in einem Rollstuhl zu verbringen. Holt muss diesen Weg ganz alleine gehen, aber er wird koerperlich und moralisch gestuetzt von seiner Pauli. This item is printed on demand. Shipping may be from our UK warehouse or from our Australian or US warehouses, depending on stock availability. Nº de ref. del artículo: 9798451349144
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