Trieb - Tapa dura

Rausch, Jochen

 
9783827010254: Trieb

Sinopsis

Sie heißen Robert, Jürgen oder Sylvia. Sind Klempner und Kellnerinnen, Professorensöhne und Barcelona-Urlauber, gewöhnliche Seitenspringer, harmlose Trinker. Bis sich in ihrem Leben jener Spalt auftut, wo Begierde und Gewalt hervortreten, und sie ganz plötzlich Teil der spektakulären Vorfälle sind, die in seriösen Zeitungen unter "Vermischtes" stehen. Jochen Rausch fokussiert in Trieb den Punkt, wo die kleinen Macken und größeren Leidenschaften zum tödlichen Exzess führen. Wo die extremen Handlungen möglich und folgerichtig erscheinen. Und oft genug die Grenzen zwischen Opfern und Verbrechern verschwimmen. Rausch changiert zwischen den unterschiedlichen Perspektiven wie auch zwischen Nähe und Distanz. Er zoomt sich an seine Figuren heran und verstört uns zugleich mit der Radikalität ihres Tuns. So sind 13 Storys entstanden, die mit ihrer Wahrhaftigkeit aufwühlen und mit ihrer Direktheit faszinieren. Und das in einer Sprache, die nichts braucht als Präzision und die Plausibilität des Geschehens.

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Críticas

13 Erzählungen, die ein Thema umkreisen, das einst in der Zeit von George Grosz, Gottfried Benn und Fritz Lang mal sehr deutsch war, seit einigen Jahrzehnten aber mehr vom Hollywood-Horror ausgemalt wird: das ewig präsente Lauern enthemmter Aggression unter der dünnen Haut der Wohlanständigkeit. Rausch beschreibt die Gefühle der Täter in der gleichen Kühle wie die Fassungslosigkeit der Zeugen und manchmal auch die arglosen Empfindungen der Opfer, eine Temperatur, die gelegentlich an Bret Easton Ellis' Romane über amerikanische Society-Zombies erinnert. Es gibt das Böse in dieser Autopsie menschlicher Tragik an keiner Stelle. Mit Krimi hat dieses Kabinett der Getriebenen deshalb so wenig zu tun wie mit moralischer Verurteilung ... Wie ein literarischer Gestaltwandler wechselt Rausch die Häute und Ich-Perspektiven der deutschen Soziokultur mit einer Leichtigkeit, die von einer sehr genauen Menschenkenntnis zeugt. --Till Briegleb, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Für Rausch hat sich die Versuchung der Parteinahme nie ergeben ...Er hält es mit der Weisheit des verstorbenen Tagesthemen-Moderators Hanns Joachim Friedrichs: Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache . Das Festhalten an dieser Tugend unterscheidet den Romanautor Rausch auch vom Kollegen Ferdinand von Schirach. Der befasst sich in seinen Bestsellern "Schuld" und "Verbrechen" ebenfalls mit menschlichen Abgründen, kann aber als Anwalt seine Parteinahme selten verleugnen. Rausch geht da weiter. Er fängt dort an, wo Schirach aufhört . --Hans Hoff (DIE WELT)

Vor drei Jahren hat Jochen Rausch mit seinem Debütroman Restlicht die Kritiker bundesweit zu respektvollen Verbeugungen bewegt. Für seine 13 Trieb -Storys ließ er sich von Polizeimeldungen anregen, die bis zu seinen journalistischen Anfängen als Gerichtsreporter zurückreichen: Die Realität ist für mich verstörender als die Fiktion. In einer schlanken Sprache, aus der er jeden überflüssigen Schlenker wegmeißelt, führt Rausch zum Moment des Ausbruchs und seiner meist lebenslangen Nachbeben. Atemberaubender Lesestoff . --Anne Grages (WESTDEUTSCHE ZEITUNG)

Reseña del editor

Sie heißen Robert, Jürgen oder Sylvia. Sind Klempner und Kellnerinnen, Professorensöhne und Barcelona-Urlauber, gewöhnliche Seitenspringer, harmlose Trinker. Bis sich in ihrem Leben jener Spalt auftut, wo Begierde und Gewalt hervortreten, und sie ganz plötzlich Teil der spektakulären Vorfälle sind, die in seriösen Zeitungen unter "Vermischtes" stehen. Jochen Rausch fokussiert in Trieb den Punkt, wo die kleinen Macken und größeren Leidenschaften zum tödlichen Exzess führen. Wo die extremen Handlungen möglich und folgerichtig erscheinen. Und oft genug die Grenzen zwischen Opfern und Verbrechern verschwimmen. Rausch changiert zwischen den unterschiedlichen Perspektiven wie auch zwischen Nähe und Distanz. Er zoomt sich an seine Figuren heran und verstört uns zugleich mit der Radikalität ihres Tuns. So sind 13 Storys entstanden, die mit ihrer Wahrhaftigkeit aufwühlen und mit ihrer Direktheit faszinieren. Und das in einer Sprache, die nichts braucht als Präzision und die Plausibilität des Geschehens.

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