Für die Bundesrepublik Deutschland wird ein makroökonomisches Ungleichgewichtsmodell entwickelt. Ausgehend von einem mikroökonomischen Modell des Unternehmensverhaltens wird die optimale dynamische Anpassung von Beschäftigung und Investitionen abgeleitet. Das Modell der Firma wird durch ein explizites Aggregationsverfahren ergänzt, das es ermöglicht, makroökonomische Beziehungen abzuleiten. Das Modell wird mit makroökonomischen Daten für die Bundesrepublik Deutschland geschätzt. Ein wichtiges Merkmal ist die konsequente Einführung der dynamischen Anpassung in ein Modell des Unternehmens. Eine neue Methode ist der besondere Ansatz einer verzögerten Anpassung von Beschäftigung und Investitionen. Die Schätzungsergebnisse zeigen eine signifikante Unterauslastung von Arbeit und Kapital und zeigen die Bedeutung von Angebotsengpässen für Importe und Exporte. Als prominentestes Ergebnis zeigen sie die Bedeutung der langsamen Anpassung von Beschäftigung und Investitionen für die makroökonomische Situation in Deutschland und insbesondere für das Fortbestehen der hohen Arbeitslosigkeit in den achtziger Jahren.
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