Im Werk Marcel Broodthaers zeigt sich die wechselseitige Reflexion verschiedener Medien, ihre historische Bedingtheit als methodisches Prinzip künsterischer Arbeit. Entlang seiner Strategie, »alte« Medien wie Stummfilm, Museum oder Buch zu einer einzigartigen kombinatorischen Praxis zu verschränken, entwirft Rosalind Krauss den emphatischen Begriff einer post-medialen Kondition der heutigen Kunst. Allzu lange galten selbstreferentielle Praktiken, galt die Konzentration auf Materialität und Medium als Kennzeichen einer Moderne, die das »Reine«, die »Essenz« der Kunst freizulegen bestrebt war. Diese Auffassung verabschiedet Krauss als verkürzend und längst überholt. Sollte jedoch eine das Medium »multimedial« absolut setzende, durchästhetisierte »Postmoderne«, in der die Komplizenschaft aus Kunst und Kapital die totale Sättigung des kulturellen Raumes durch das Bild bewirkt hat, die einzige Alternative sein? Krauss liest Broodthaers Kunst als exemplarischen Weg für jene zeitgenössischen Künstler, die sich jenseits eines reduzierten Modernismus, aber auch jenseits eines erstickenden Post-Modernismus positionieren, um das Medium in differenzierender Eigenheit neu zu artikulieren und neu zu erfinden.
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Rosalind Krauss, geboren am 30. November 1941, ist seit 1992 University Professor für 20th Century art and theory am Department of Art History and Archaeology der Columbia University, New York City. Seit 1976 ist sie Mitherausgeberin der einflußreichen Kunstzeitschrift »October«. »Rosalind Krauss zählt zu den wichtigsten amerikanischen KunsthistorikerInnen und -kritikerInnen. Sie gehört zur Pflichtlektüre« Hans-Jürgen Hafner, artnet
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Taschenbuch. Condición: Neu. Neuware - Im Werk Marcel Broodthaers' zeigt sich die wechselseitige Reflexion verschiedener Medien, ihre historische Bedingtheit als methodisches Prinzip künstlerischer Arbeit. Entlang seiner Strategie, »alte« Medien wie Stummfilm, Museum oder Buch zu einer einzigartigen kombinatorischen Praxis zu verschränken, entwirft Rosalind Krauss den emphatischen Begriff einer post-medialen Kondition der heutigen Kunst. Allzu lange galten selbstreferentielle Praktiken, galt die Konzentration auf Materialität und Medium als Kennzeichen einer Moderne, die das »Reine«, die »Essenz« der Kunst freizulegen bestrebt war. Diese Auffassung verabschiedet Krauss als verkürzend und längst überholt. Sollte jedoch eine das Medium »multimedial« absolut setzende, durchästhetisierte »Postmoderne«, in der die Komplizenschaft aus Kunst und Kapital die totale Sättigung des kulturellen Raumes durch das Bild bewirkt hat, die einzige Alternative sein Krauss liest Broodthaers' Kunst als exemplarischen Weg für jene zeitgenössischen Künstler, die sich jenseits eines reduzierten Modernismus, aber auch jenseits eines erstickenden Post-Modernismus positionieren, um das Medium in differenzierender Eigenheit neu zu artikulieren und neu zu erfinden. Nº de ref. del artículo: 9783037340035
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Taschenbuch. Condición: Neu. "A Voyage on the North Sea" | Broodthaers, das Postmediale | Rosalind Krauss | Taschenbuch | quadro | Kartoniert / Broschiert | Deutsch | 2008 | diaphanes | EAN 9783037340035 | Verantwortliche Person für die EU: preigu GmbH & Co. KG, Lengericher Landstr. 19, 49078 Osnabrück, mail[at]preigu[dot]de | Anbieter: preigu. Nº de ref. del artículo: 101788331
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